Von Rahel, Lead B2B Marketing & Office bei Princess Goes Hollywood
Es gibt Reisen, die einen entschleunigen. Und dann gibt es Reisen, die einen verändern. Sardinien – und im Besonderen der Norden rund um Santa Teresa Gallura – fällt für mich in beide Kategorien.
Und weil die Kulisse einfach zu schön war, um sie nicht festzuhalten, ist dabei auch ein kleines Styling-Diary mit unserer FLOWERFUL Seidenkollektion entstanden. Aber der eigentliche Grund für diese Reise war ein anderer: einfach da sein. Abends am Tisch sitzen, Wein aus der Region trinken und denken – hier möchte ich länger bleiben.
Damit ihr dasselbe Feeling habt, wenn ihr den Norden Sardiniens plant, teile ich hier alles, was ich wirklich empfehlen kann.

Warum der Norden – und nicht die Costa Smeralda?
Die Costa Smeralda ist schön. Das ist unbestritten. Aber sie hat eine Energie, die sich manchmal mehr nach Sehen-und-Gesehenwerden anfühlt als nach echtem Urlaub.
Der Norden um Santa Teresa Gallura ist anders. Die Strände sind genauso atemberaubend – teilweise sogar wilder und ursprünglicher. Die Restaurants sind persönlicher. Und das Licht zu dieser Jahreszeit ist einfach unglaublich.
Santa Teresa selbst liegt an der nördlichsten Spitze Sardiniens, direkt gegenüber von Korsika. An klaren Tagen kann man die weißen Klippen von Bonifacio sehen. Das allein ist schon einen Besuch wert.
Wo ich geschlafen habe: Massidda Country Retreat
Wer Ruhe sucht, fernab großer Hotelanlagen, sollte sich das Massidda Country Retreat in der Nähe von Santa Teresa Gallura merken.
Das kleine Boutique-Retreat liegt eingebettet in die sardische Landschaft und verbindet authentischen Charme mit modernem Komfort auf eine Weise, die man nicht so schnell vergisst. Es gibt nur wenige Zimmer – und genau das macht den Unterschied. Man fühlt sich als Gast, nicht als Nummer.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Frühstück: liebevoll zubereitet, mit regionalen Produkten, die spürbar machen, dass sich hier jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Und der Poolbereich, der nach einem langen Strandtag zum Verweilen einlädt wie kaum ein anderer Ort.
Mein Tipp für die besten Fotos: früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang – das warme Licht harmoniert perfekt mit den leuchtenden Farben der FLOWERFUL Prints. Und mit der Seide im Wind... das ist eine andere Geschichte.

Was ich gegessen habe – meine drei Empfehlungen
Ich könnte über das Essen in Sardinien noch sehr lange schreiben. Hier meine drei ehrlichsten Empfehlungen.
Cucumiao gehört zu den Restaurants, über die man danach noch wochenlang nachdenkt. Umgeben von mediterraner Vegetation gibt es hier authentische sardische Spezialitäten – ohne Show, ohne Touristenfalle, ohne Enttäuschung. Das erste, was ich weiterempfehle, wenn jemand nach Santa Teresa reist.

Wer Sardinien wirklich verstehen möchte, sollte mindestens einmal in einem Agriturismo essen. Casa Saltara bietet genau dieses Erlebnis: regionale Gerichte, hausgemachte Spezialitäten und eine Herzlichkeit, die typisch ist für die Insel. Die Menüs orientieren sich an den saisonalen Produkten der Region. Man isst, was gerade da ist – und genau das ist meistens das Beste.
Und für Genießerinnen: Ein Besuch des Bio-Weinguts Petra Bianca ist Pflicht. Zwischen Weinbergen und mediterraner Landschaft entstehen hier Weine, die das Terroir Nord-Sardiniens wirklich widerspiegeln. Die Verkostungen bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Landschaft in warme Goldtöne taucht, gehören zu den schönsten Momenten dieser ganzen Reise.
Meine Strand-Empfehlungen – ehrlich und ungefiltert
Cala Spinosa ist für mich der schönste. Eine kleine, von Felsen geschützte Bucht mit einem Wasserblau, das man nicht glaubt, bis man es sieht. Man muss ein kleines Stück laufen – aber das hält die Massen fern.
Rena Bianca direkt bei Santa Teresa ist der Stadtstrand – bequem, wunderschön und ideal für einen spontanen Nachmittag. Im Hochsommer früh aufbrechen.
Cala Macchia / Porto Liscia ist weitläufig und naturbelassen, perfekt für lange Spaziergänge, bei denen man das Gefühl hat, die einzige Person am Strand zu sein.
Valle della Luna – das Tal des Mondes – ist weniger klassischer Badestrand als faszinierende Küstenlandschaft. Für eine kleine Wanderung am Morgen unbedingt einplanen.

Die Ausflüge, die ich auf keinen Fall missen wollte
Von Palau, etwa 30 Minuten entfernt, fahren regelmässig Fähren nach La Maddalena. Mein Tipp: dort ein E-Bike mieten und sowohl La Maddalena als auch die Nachbarinsel Caprera erkunden. Die Küstenstrassen, die versteckten Buchten, die Aussichtspunkte – das ist einer der schönsten Tage, den man auf Sardinien verbringen kann.

Nur wenige Minuten von Santa Teresa entfernt liegt Capo Testa, der nördlichste Punkt Sardiniens. Gigantische Granitformationen, kleine Wanderwege, spektakuläre Aussichten. Besonders zum Sonnenuntergang zeigt sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite – die vom Wind geformten Felsen wirken beinahe surreal und sind gleichzeitig das perfekte Backdrop für Fotos.
Und wer noch einen Tag übrig hat: Nur 12 Kilometer Meer trennen Santa Teresa von Bonifacio auf Korsika. Fähren pendeln mehrmals täglich, die Überfahrt dauert eine Stunde. Die Altstadt ist vom Hafen aus zu Fuß erkundbar – und der Blick von oben auf das Meer lohnt jeden Schritt.
Was ich angehabt habe
Wenn es einen Ort gibt, der unsere FLOWERFUL Seidenkollektion wirklich zur Geltung bringt, dann ist es Sardinien im Sommer. Die leuchtenden Pink-, Rot- und Türkistöne der floralen Prints harmonieren mit der sardischen Landschaft auf eine Weise, die fast zu schön ist, um wahr zu sein: weisse Mauern, tiefblaues Meer, warmer Granit. Das Kleid war mein perfekter Reisebegleiter – leicht genug für den Strand, elegant genug für einen Abend im Cucumiao.

Wie kommt man hin?
Der nächste Flughafen ist Olbia Costa Smeralda, etwa eine Autostunde entfernt. Direktflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es im Sommer regelmässig. Wer mit dem Auto reist, nimmt die Fähre von Genua oder Livorno nach Olbia. Einen Mietwagen würde ich in jedem Fall empfehlen – ohne kommt man an die schönsten Strände und Restaurants schlicht nicht heran.
Meine Lieblingsreisezeit: Juni oder September. Das Licht ist perfekt, die Strände sind schöner als im Hochsommer und die Preise angenehmer.
Sardinien vereint alles, was einen echten Sommerurlaub ausmacht: Natur, die einen sprachlos macht, Kulinarik, die man nicht vergisst, und das Gefühl, den Alltag wirklich hinter sich gelassen zu haben. Ich komme wieder – das ist sicher.
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