Mangiare bene: 7 Gerichte, die du in Italien gegessen haben musst

Mangiare bene: 7 Gerichte, die du in Italien gegessen haben musst

Von Maren, Lead Online-Marketing bei Princess Goes Hollywood

Ich reise seit Jahren regelmässig nach Italien. Beruflich, weil kaum ein Land schönere Kulissen für unsere Fotoshootings bietet. Privat, weil mich dieses Land jedes Mal neu erwischt – mit diesem Gefühl, in Geschichte zu stehen, durch enge Gassen zu schlendern, die seit Jahrhunderten dieselben sind, und gleichzeitig den besten Teller Pasta des Jahres vor sich zu haben. La Dolce Vita ist kein Marketingbegriff. Es ist eine Haltung. Und nirgendwo versteht man sie besser als in Italien.

Inzwischen kenne ich fast alle Teile des Landes: Apulien und die Amalfiküste, Sizilien und die Toskana, Venetien und Kalabrien. Was ich dabei gelernt habe: Die stärksten Erinnerungen entstehen an den Sehenswürdigkeiten genauso wie beim Essen und beim Schlendern durch Altstädte, die man am liebsten nie wieder verlässt.

Gutes Essen in Italien ist keine Frage des Budgets oder des Restaurantführers. Es ist eine Frage der Einfachheit. Wenige Zutaten, beste Qualität, keine Kompromisse. Das ist das Geheimnis – und es ist gar kein Geheimnis.

Hier sind die sieben Gerichte, die du kennen, gegessen und am besten selbst nachgekocht haben solltest.

Burrata mit Tomaten – die einfachste Vollkommenheit

Wer zum ersten Mal eine wirklich gute Burrata isst – cremig, frisch, mit dem leichten Milchgeschmack, der sich mit reifen Tomaten und gutem Olivenöl verbindet – versteht, warum die Italiener so wenig kochen und so gut essen. Das hier ist kein Rezept. Das ist eine Philosophie.

Die beste haben wir in Apulien gegessen. Frisch gemacht, bei Zimmertemperatur, auf einem Bett aus Rucola und Tomaten, mit einem Hauch Pesto daneben. Kein überflüssiger Gedanke auf der Welt.

Rezept: Burrata mit Tomaten und Olivenöl

Zutaten für 2 Personen: 1–2 frische Burrata, 3–4 reife Tomaten (Cuore di bue oder San Marzano), bestes Olivenöl extra vergine, Fleur de Sel, schwarzer Pfeffer, frisches Basilikum, optional: alter Balsamico.

Zubereitung: Tomaten in Scheiben schneiden, auf einem Teller anrichten. Burrata mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. In der Mitte platzieren, leicht aufschneiden sodass die Creme herausfliesst. Grosszügig mit Olivenöl begiessen. Fleur de Sel, Pfeffer, Basilikum. Fertig.

Die Qualität des Olivenöls macht hier den Unterschied. Ein gutes, kaltgepresstes Olivenöl aus Apulien oder Sizilien ist kein Luxus – es ist eine Notwendigkeit.

Granita al Pistacchio – Siziliens kältestes Glück

Wenn die sizilianische Sonne wirklich brennt und kein Gelato mehr hilft, gibt es die Granita. Halbgefroren, intensiv aromatisch, mit einer Textur irgendwo zwischen Eis und Schnee. In Sizilien isst man sie morgens zum Frühstück – mit einer Brioche, die man in die Granita taucht. Das klingt merkwürdig. Es ist das Beste.

Unsere Empfehlung: Pistazie statt Zitrone. Die beste haben wir am Duomo von Cefalù gegessen, direkt auf der Piazza, während der normannische Turm im Morgenlicht leuchtete und die Stadt langsam aufwachte. Ein Bild, das sich festsetzt.

Rezept: Granita al Pistacchio con Panna

Zutaten für 4 Personen: 150 g ungesalzene, geschälte Pistazien, 500 ml Wasser, 120 g Zucker, 200 ml Schlagrahm, 1 EL Puderzucker.

Zubereitung: Pistazien fein mahlen. Wasser mit Zucker aufkochen bis er sich auflöst, vom Herd nehmen. Pistazienmehl einrühren, durch ein feines Sieb passieren, abkühlen lassen. In eine flache Metallform giessen. Für 4–5 Stunden ins Tiefkühlfach stellen, alle 30 Minuten mit einer Gabel durchkratzen um die charakteristischen Eiskristalle zu bilden. Schlagrahm mit Puderzucker steif schlagen. Granita in Gläser füllen, Panna darüber, sofort mit frischem Brioche servieren.

Arancini – Siziliens beste Erfindung

Arancini sind die sizilianische Antwort auf die Frage: Was macht man mit übriggebliebenem Risotto? Man formt ihn zu kleinen Kugeln, füllt ihn, paniert ihn und frittiert ihn golden. Das Ergebnis ist so gut, dass man sehr bald keinen übriggebliebenen Risotto mehr hat, weil man den Risotto extra für die Arancini kocht.

In Sizilien findet man sie in jeder Vitrine: aufgereiht wie kleine goldene Trophäen, rund in Palermo, spitz in Catania. Unsere Lieblingsversion: Spinat und Ricotta statt Ragù – und die, die wir am häufigsten nachkochen.

Rezept: Arancini con Spinaci e Ricotta

Zutaten für 8–10 Stück: Für den Reis: 300 g Risottoreis (Arborio), 1 Liter Gemüsebrühe, 50 g Parmesan, 2 Eigelb, eine Prise Safran, Salz. Für die Füllung: 300 g frischer Spinat, 200 g Ricotta, 50 g Parmesan, Salz, Pfeffer, Muskatnuss. Zum Panieren: 2 Eier, Semmelbrösel, Mehl, Öl zum Frittieren.

Zubereitung: Reis in Safranbrühe kochen bis er gar und trocken ist, mit Parmesan und Eigelb verrühren, abkühlen lassen. Spinat in Olivenöl kurz andünsten, ausdrücken und grob hacken. Mit Ricotta, Parmesan, Salz, Pfeffer und Muskatnuss vermengen, abkühlen lassen. Reis zu Bällen formen, eine Mulde drücken, mit Spinat-Ricotta füllen, verschliessen. In Mehl, Ei und Semmelbrösel wenden. Bei 175 Grad frittieren bis goldbraun. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Warm servieren – oder lauwarm, wenn man es nicht erwarten kann.

Orecchiette mit Tomate, Basilikum und Stracciatella – in einer Osteria in Otranto

Orecchiette sind die Pasta Apuliens. Diese kleinen, handgeformten Ohrmuscheln aus Hartweizengriess kommen in der ganzen Region auf den Tisch. Die beste Version, die wir je gegessen haben, stand in einer kleinen Osteria in der Altstadt von Otranto vor uns. Rustikales Geschirr, kein Firlefanz, kein Touristen-Menü und ein Teller Orecchiette mit frischen Tomaten, wildem Basilikum und Stracciatella darüber.

Stracciatella ist die Füllung der Burrata: diese fadenziehende, cremige Mischung aus Mozzarella und Rahm. Über heisse Pasta gegeben, schmilzt sie in die Sauce und verbindet sich zu etwas, das so einfach und so perfekt ist, dass man kurz vergisst, wo man ist.

Rezept: Orecchiette con Pomodoro, Basilico e Stracciatella

Zutaten für 2 Personen: 200 g Orecchiette (am besten frische oder handgemachte), 400 g reife Kirschtomaten, 2 Knoblauchzehen, 4 EL Olivenöl, 150 g Stracciatella, frisches Basilikum, Salz, schwarzer Pfeffer, optional: Peperoncino.

Zubereitung: Knoblauch in Olivenöl bei mittlerer Hitze andünsten, nicht bräunen. Tomaten dazugeben und 10–12 Minuten köcheln lassen bis sie weich sind und eine leichte Sauce bilden. Mit Salz, Pfeffer und optional Peperoncino abschmecken. Pasta al dente kochen, abgiessen, direkt in die Sauce geben und gut schwenken. Auf Tellern anrichten, Stracciatella darüber löffeln, Basilikum darüber zupfen. Sofort servieren.

Spaghetti alle Vongole – das Meer auf dem Teller

Es gibt ein Gericht, das man einmal an der richtigen Küste gegessen haben muss, bevor man es nachkocht. Nicht weil das Rezept schwierig wäre, sondern weil man erst verstehen muss, wie es schmecken soll. Spaghetti alle Vongole ist Meer, Knoblauch, Weisswein und frische Muscheln. Das ist alles. 

Mein Tipp: Die beste Version haben wir im Boca Marina Ristorante Pizzeria in Marina di Modica, einem kleinen Fischerort im Süden Siziliens gegessen. Von aussen unscheinbar, direkt am Strand, kleine Speisekarte und leicht antiquierter Charme. Hausgemachte Spaghetti, Vongole, die an diesem Morgen noch im Meer waren... delizioso.

Rezept: Spaghetti alle Vongole

Zutaten für 2 Personen: 200 g Spaghetti, 600 g frische Vongole (Venusmuscheln), 2 Knoblauchzehen, 1 kleine getrocknete Chilischote, 150 ml trockener Weisswein, 3 EL Olivenöl, frische Petersilie, Salz.

Zubereitung: Vongole mindestens 2 Stunden in kaltem Salzwasser wässern damit der Sand austritt, danach abspülen. Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen. Knoblauch in Olivenöl kurz andünsten, Chili dazu. Vongole zugeben, Weisswein angiessen, Deckel drauf und 3–4 Minuten dämpfen bis alle Muscheln offen sind. Geschlossene Muscheln entfernen. Pasta direkt in die Pfanne, alles schwenken. Nudelwasser nach Bedarf. Petersilie darüber, sofort servieren. Kein Parmesan zu Meeresfrüchten. In Italien ein Affront.

Tartufo di Pizzo – das beste Dessert Kalabriens, gegessen in Tropea

Wer durch Kalabrien reist, kommt an Pizzo nicht vorbei. Und wer durch Pizzo kommt, kommt am Tartufo nicht vorbei. Diese handgeformte Eiskugel, mit einem cremigen Kern aus Pistazienmus und gewälzt in gehackten Pistazien, ist ein berühmtestes Dessert der Region – erfunden in Pizzo Calabro, heute fast überall in Kalabrien auf der Karte.

Den unseren haben wir in Tropea gegessen: serviert mit Pistazieneis, Pistaziencrème und dunklem Schokoladencrumble. Ein Dessert, das aussieht wie Kunst und schmeckt wie der beste Abschluss eines langen Sommertages.

Das Tartufo al Pistacchio selber zu machen ist aufwändig, aber es geht: Pistazieneis mit einem Kern aus Pistazienmus zu einer Kugel formen, einfrieren, in gehackten Pistazien wälzen. Wer sich den Aufwand sparen möchte, nimmt gutes Pistazieneis aus dem Handel und baut den Tartufo damit nach. Und wer es wirklich original haben möchte, weiss jetzt, wohin die nächste Reise geht.

Rezept: Tartufo al Pistacchio con Crumble al Cioccolato

Zutaten für 4 Stück: 500 g hochwertiges Pistazieneis (selbstgemacht oder Kauf), 4 EL Pistazienmus (100% Pistazien, ohne Zusätze), 100 g gehackte Pistazien. Für den Crumble: 80 g dunkles Kakaopulver, 60 g Mehl, 60 g kalte Butter, 50 g Zucker, 1 Prise Salz.

Zubereitung Crumble: Alle Zutaten zu groben Bröseln vermengen, auf einem Backblech bei 175 Grad 12–15 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Zubereitung Tartufo: Pistazieneis kurz antauen lassen bis es formbar ist. Eine Mulde hineindrücken, einen Löffel Pistazienmus hineingeben, sorgfältig zu einer Kugel formen und verschliessen. In gehackten Pistazien wälzen. Mindestens 2 Stunden ins Tiefkühlfach.

Anrichten: Tartufo auf einem Teller platzieren, Crumble darüber und darum streuen. Nach Belieben mit Pistaziensauce beträufeln. Sofort servieren.

Pasta al Limone – Amalfi auf dem Teller

Es gibt kein Gericht, das den Geist der Amalfiküste besser einfängt als Pasta al Limone. Wenige Zutaten, fertig in zwanzig Minuten, und doch so gut, dass man den Teller zweimal abwischt. Das Geheimnis liegt in der Qualität der Zitrone – und darin, dass man die Sauce wirklich aus dem Abrieb und dem Saft macht, nicht aus einer Flasche.

Rezept: Pasta al Limone

Zutaten für 2 Personen: 200 g Spaghetti oder Linguine, 1 unbehandelte Zitrone (Schale und Saft), 80 ml Schlagrahm, 40 g Parmesan frisch gerieben, 2 EL Butter, Salz, schwarzer Pfeffer, frische Basilikumblätter.

Zubereitung: Pasta in gut gesalzenem Wasser al dente kochen. Butter in einer Pfanne schmelzen, Zitronenschale dazugeben, kurz anschwitzen. Rahm dazu, leicht einkochen. Pasta direkt aus dem Wasser in die Pfanne, etwas Kochwasser dazu. Zitronensaft und Parmesan einrühren bis eine sämige Sauce entsteht. Mit Basilikum und schwarzem Pfeffer servieren. Sofort essen – Pasta wartet auf niemanden.

Der Trick: Das Kochwasser ist das Gold des Pastakochens. Es bindet die Sauce und gibt ihr Körper. Immer eine Tasse aufheben, bevor man das Wasser abgiesst.

Das Geheimnis der italienischen Küche

Es ist kein Geheimnis. Es ist Respekt – vor den Zutaten, vor der Einfachheit, vor der Zeit. Ein gutes Gericht braucht keine zwanzig Zutaten. Es braucht drei sehr gute.

Und natürlich: Das Essen schmeckt besser, auf einer belebten, historischen Piazza sitzend oder am Meer. Und was das perfekte Outfit dafür ist, zeigen unsere Dolce-Vita-Kollektion und die Bella-Italia-Kollektion. Mehr Inspiration für deinen italienischen Sommer findest du in unserem Aperitivo-Drinks-Guide, im Must-See-Italy-Guide und im Girlfriends Guide Rom.

 

 

KI-unterstützte Bilder

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Maren

maren@princess-goes-hollywood.com

Bei Princess trage ich die Verantwortung dafür, dass das grosse Ganze stimmt – vom Online-Marketing bis hin zu Social Media. Mir macht es einfach Spass, Princess online ein Gesicht zu geben, von der Strategie bis zur letzten Caption. Geht nicht, gibt es bei mir nicht! Wenn ich nicht gerade Ideen wälze, wälze ich leidenschaftlich Bücher. (Lead Online & E-Com)

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